Zitiert: Beim Axel-Springer-Verlag würden Ministerreden mit KI bearbeitet und als Gastbeiträge veröffentlicht – ohne die Verfasser zu informieren

In der Rede geht es um Antisemitismus an Schulen und darum, welche Verantwortung Lehrkräfte haben, diesem zu begegnen. Während das Manuskript der Ministerin, das auf der Website des Bildungsministeriums zu finden ist, laut Pangram zu 100 Prozent „menschlich“ ist, soll der bearbeitete Gastbeitrag in der Welt zu zwölf Prozent mit KI-Unterstützung erstellt worden sein. Tatsächlich weicht gerade der Schluss des Beitrags erheblich vom Redemanuskript ab.

Ein Sprecher des Axel-Springer-Verlags räumt ein, dass bei der Kürzung „assistierend übliche Werkzeuge zum Einsatz“ gekommen seien, die Eingriffe seien aber „von Menschen geprüft“ worden. Allerdings nicht beim Bildungsministerium: Dieses wurde nicht über die Bearbeitung informiert und hat die gekürzte Fassung auch nicht noch einmal abgenommen, sagt ein Sprecher von Prien. Die Frage, ob der Einsatz von KI bei den Kürzungen von Priens Rede hätte transparent gemacht werden müssen, beantworteten weder der Ministeriumssprecher noch der Sprecher des Axel-Springer-Verlags.

Lena Kampf und Roland Preuß, sueddeutsche.de, 10.07.2026 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)