Zitiert: Auswirkungen der Personalisierungsmechanismen werden überschätzt

Insgesamt zeichnet sich anhand der bisherigen empirischen Forschung deshalb ab, dass die impliziten Personalisierungsmechanismen und deren Auswirkungen auf die Bildung von Filterblasen eher überschätzt werden. Die Metaphern und ihre pauschalisierenden Annahmen sind schlicht zu einfach, um evidenzbasiert die tatsächliche Komplexität des gesellschaftlichen Meinungsbildungsprozesses adäquat abzubilden. Anstatt lediglich die implizite Personalisierung als treibende Kraft für die Bildung von Filterblasen anzusehen, bedürfen sowohl individuelle als auch kollektive Rahmenbedingungen einer stärkeren Gewichtung in der Forschung und ggf. auch in staatlichen oder öffentlichen Maßnahmen (Medienkompetenz) oder gar im regulatorischen Rahmen.

KEK: 8. Konzentrationsbericht, 2025 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)