Es sind hochgesteckte Ziele, die vor einem Jahr die Regierungen in Deutschland und Frankreich bekannt gaben: die Weiterentwicklung von Arte zu einer europäischen Medienplattform in 24 Sprachen. Dafür ist vor allem zusätzliches Geld aus EU-Töpfen nötig. Doch hierzu stehen konkrete Beschlüsse weiter aus. Arte arbeitet währenddessen kontinuierlich am europäischen Ausbau – und sieht Fortschritte.
Ein wichtiger Pfeiler für Arte ist es, sein Partnernetzwerk stetig auszuweiten. Es besteht aus öffentlichen Rundfunkanstalten bzw. Filmfördereinrichtungen. Das zentrale Ziel ist, gemeinsame Koproduktionen zu realisieren. Mittlerweile habe man Assoziierungsabkommen mit 14 europäischen Partnern, erklärte die Arte-Pressestelle auf Nachfrage. Das sind zwei mehr als ein Jahr zuvor. Hinzugekommen sind die Rundfunkanstalten Suspilne Ukraine (Dezember 2025) und NPO aus den Niederlanden (Januar 2026). […]
Um den Weg der Europäisierung weiterzugehen und die Präsenz von Arte in Europa auszubauen, wird aber zusätzliches Geld benötigt. Ziel des Senders ist weiterhin, künftig aus Brüssel „höhere und nachhaltigere europäische Fördermittel“ zu erhalten. […]
Vorgesehen ist, dass im neuen MFR das Programm „Agora-EU“ verankert wird, mit dem Kultur, Medien und demokratische Werte gefördert werden sollen. Nach dem Willen der EU-Kommission sollen für „Agora-EU“ insgesamt 8,6 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Das EU-Parlament plädiert für 10,7 Milliarden Euro und damit für rund 25 Prozent mehr.
Volker Nünning, M(verdi), 29.07.2026 (online)

