Zitiert: ARD spart kleinteilig am Programm statt groß an der Verwaltung

Mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland ist es so: Jede und jeder soll sein Programm finden. Das wird in diesem Land vor allem regional verstanden, deswegen haben in der alten, linearen Welt des BR-Fernsehens die Schwaben ein etwas anderes Programm als die Oberbayern. Und die Bremer haben sogar eine ganz eigene Rundfunkanstalt. Für nur 700 000 Einwohner einen inhaltlich immer wieder verdienstvollen, aber eben auch eigenen bürokratischen Apparat mit Intendantin, Direktoren, Personalabteilung, der Radio Bremen heißt.

Das wäre kein Problem, müsste der Rundfunk nicht dringend sparen. Der Reform der Öffentlich-Rechtlichen ist beschlossen, sieht jedoch weniger große strukturelle Streichungen und Umbauten vor, die der Rundfunk insbesondere in seiner Verwaltung brauchen könnte. Sondern ein Wegknipsen hier und da, an einfacheren Stellen. Etwa wird die Anzahl der Radiosender verkleinert. Wie viel damit gespart wird? Völlig unklar, wie ein Gutachten bescheinigte.

Aurelie von Blazekovic, sueddeutsche.de, 03.06.2026 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)