Zitiert: ARD hat Werbegelder im Visier und fordert neue Regeln für den digitalen Markt

Die ARD will mit Werbung im digitalen Bereich mehr Geld einnehmen. Die Anstalt sieht sich im Wettbewerb mit Digitalkonzernen wie Google, Amazon und Meta im Nachteil. Denn öffentlich-rechtliche Sender dürfen Werbung bislang nur sehr eingeschränkt und überwiegend im linearen Programm vermarkten. Im digitalen Bereich sei dieser Weg „vollständig versperrt“, sagte ARD-Media-Geschäftsführer Tobias Lammert vor der Enquete-Kommission im Landtag von Sachsen-Anhalt.

Lammert zeichnete ein deutliches Bild. „Google, Amazon, Meta krallen sich deutsche Werbegelder“, sagte er laut einem Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Der gesamte Werbemarkt in Deutschland werde 2026 auf rund 32 Milliarden Euro geschätzt. Davon blieben nur etwa 15,6 Milliarden Euro in Deutschland. Mehr als die Hälfte fließt nach seinen Angaben an internationale Plattformkonzerne. Besonders deutlich werde das im digitalen Bereich. Von rund 23 Milliarden Euro digitaler Werbung gingen etwa 16,3 Milliarden Euro an US-Konzerne.

Die Marktanteile seien entsprechend klein. Im Fernsehen lagen die Werbemarktanteile laut einer Präsentation im Jahr 2025 bei 1,8 Prozent für die ARD und 1,7 Prozent für das ZDF. Zum Vergleich: Auf die RTL-Gruppe entfielen 39,6 Prozent, auf ProSiebenSat.1-Verbund 35,4 Prozent.

Marcus Reichl, digitalfernsehen.de, 11.04.2026 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)