Die Ablehnung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks durch die AfD basiert nur scheinbar auf dessen hohen Kosten oder der verzweigten Organisation. Im Kern läuft sie über – Voreingenommenheit.
Und dagegen hilft auch der schärfste Faktencheck nur bedingt. Die Partei argumentiert nicht mit Zahlen, sondern mit einem behaupteten Gefühl der Menschen im Land. Das hat den Vorteil, dass es sich nicht widerlegen lässt.
Chrupalla und seine Partei haben nur ein müdes Lächeln dafür übrig, wenn ihnen vorgerechnet wird, dass ihre Pläne der Realität widersprechen oder kaum finanzierbar sind. Sie müssen die Rechnung nicht bestreiten. Sie müssen nur sagen, dass sie die falsche ist.
Peer Schrader, dwdl.de, 29.08.2026 (online)

