Zitiert: 60 Cent machen viel aus

Nicht alle ARD-Anstalten und auch nicht das ZDF nagen schon am Hungertuch. Aber wahr ist zugleich, dass die kleineren und mittelgroßen Sender, zu denen der MDR zählt, nur über zu Ende gehende Reserven verfügen. Jetzt geht es ans Eingemachte.

Die vom MDR-Intendanten präsentierten Sparmaßnahmen haben eine mehrdeutige Qualität. Zunächst als Erpressungspotenzial an die Rundfunkpolitik, die dem Publikum seine telegene Lieblingsbeschäftigung am Sonntagabend raubt – es sei denn, es fließt endlich mehr Beitragsgeld in die Senderkassen.

Zweitens als Aufforderung an die ARD selbst, dem MDR finanziell unter die Arme zu greifen, vielleicht über einen Solidarfonds.

Und drittens als Mahnung, dass der Osten im ARD-Programm an Sichtbarkeit verliert. Und das ist dann eine Konsequenz, die über den ARD-Krimi hinaus in die Ost-West-Befindlichkeit hineinspielen kann. Mehr Krimi geht kaum.

Joachim Huber, tagesspiegel.de, 11.05.2026 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)