“Seit Kurzem beobachte ich als deutscher Journalist in New York, wie die Medien in den USA einen neuen Umgang mit Donald Trump lernen. Endlich greifen sie an – und zeigen dabei sogar, wie man auch in Deutschland mit der neuen Rechten umgehen kann. Plötzlich stellen viele Journalisten den mutmaßlichen Multimillionär sehr viel konkreter infrage. Sie haken mit Zahlen nach, lassen sich nicht ohne Antwort abspeisen und hinterfragen viel konkreter als noch vor ein paar Wochen seine politischen Ideen und sein früheres Handeln. … So gibt es doch in den USA noch mehr als in Deutschland die Tendenz zur ausgewogenen Berichterstattung. Noch die unmöglichsten Ansichten werden wertungsfrei nebeneinandergestellt. „Einige behaupten dies, andere sagen jenes“, heißt es da selbst bei Themen wie Evolution oder Klimawandel.”
Christian Fahrenbach, krautreporter, 14.06.2016 (online)