ZDF-Intendant Thomas Bellut zum Jugendkanal

Im Dezember 2012: „Ich habe zugestimmt, mit der ARD konstruktive Gespräche über einen gemeinsamen Jugendkanal aufzunehmen. Noch gibt es dafür kein ausgearbeitetes Konzept. Das ist allerdings zwingend erforderlich, die Ziele müssen klar beschrieben werden. Wenn es uns gelingen würde, ein solches Angebot erfolgreich am Markt zu platzieren, dann läge darin eine Chance für ARD und ZDF, die eigene Markenwelt wieder stärker in die junge Generation hinein zu transportieren. Auch für die Gesellschaft wäre es ein Vorteil, wenn in Ergänzung zum öffentlich-rechtlichen Angebot für Kinder, dem KiKA, ein junger öffentlich-rechtlicher Kanal den Qualitätswettbewerb um die jungen Zuschauer anheizen würde. …

Wenn es allen Beteiligten wirklich darum geht, die Jugend in ihrer Breite zu erreichen, dann hat das erhebliche Auswirkungen auf die Machart und die Inhalte der Programme. Weder die ARD noch wir verfügen über ausreichend geeignete Sendungen aus den bestehenden Programmen, um so etwas aus dem Stand an den Start zu bringen. Da ist also noch viel zu tun.“

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Dokumentiert: Zahlbereitschaft der Deutschen im Internet

 

Laut der Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA) sind 26% der deutschen Bevölkerung im Alter von 14 bis 64 Jahren bereit, für E-Mail-Dienste zu zahlen. Es folgen Nachschlagewerke (Wikipedia mit 16%, Routenplaner mit 13%, soziale Netzwerke mit 10%) und Verkehrsinfos, Fahrpläne und das Wetter mit je 8%. Für journalistische Angebote wie aktuelle Nachrichten aus Politik und Wirtschaft würden 6% zahlen.

Was bringt die Kopfstelle des Jugendkanals?

 

 

Nicht nur die Thüringer Medienministerin Marion Walsmann wollte, dass der neue Jugendkanal seinen Sitz in der Nähe des Kinderkanals in Erfurt haben soll. Marion Walsmann ist nicht mehr im Amt. Doch nun heißt es in einem Konzept, dass der Jugendkanal in seiner Zentrale sehr schlank sein soll. „Der Personalbedarf ist mit 49 Stellen angegeben, wovon 20,5 Stellen aus dem Bestand von Eins Plus und der Sendeabwicklung beim Playout-Center Potsdam stammen. 28,5 Stellen gilt es, neu zu besetzen“, so Ulrike Simon in der Berliner Zeitung.

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Dokfilmfestival Leipzig: Das Alte hat nicht mehr bestand, das Neue ist noch nicht da.

 

„Ich glaube, man spürt, wenn man diese Filme sieht, dass wir in einer Zeit des Umbruchs leben, dass viele Menschen sehen: Das Alte hat nicht mehr bestand – und das gilt auch für die Produktionsbedingungen für das Genre des Dokumentar- und Animationsfilms – und das Neue ist noch nicht da.“


Claas Danielsen

Deutschlandradio, Corso, 30.10.2013

 

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/corso/2304603/

Link-Tipp: Privatisierung der Wirklichkeit schränkt Dokfilmer immer weiter ein

Auf einer Veranstaltung im Rahmen des Dokumentarfilmfestivals DOK Leipzig zeigt die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm die Schwierigkeiten von Filmemachern in zunehmend teilprivatisierten öffentlichen Räumen auf.

Wer Filme macht, steht immer schon mit einem Bein im Knast – deprimierenderweise kann man die Veranstaltung ungefähr so zusammenfassen. „Wir müssen den Dialog über mögliche gesetzliche Änderungen, die unsere Arbeit leichter machen, unbedingt vorantreiben“, lautete entsprechend das Fazit von AG DOK-Geschäftsführer Thomas Frickel.

 

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Diskussionsrunde zum Nachhören