Medien in Südosteuropa: Unabhängiger Journalismus kämpft ums Überleben

Roman Berger war bei einer von der OSZE veranstalteten Konferenz zu „Meinungsfreiheit, Medienvielfalt und (Selbst)-Zensur“, die in Belgrad stattfand.

 

„Viele der in Belgrad anwesenden Medienschaffenden aus den Balkanstaaten fühlen sich im Stich gelassen. Über ihre dramatische Lage werde in den internationalen Medien nur noch selten berichtet, weil es in Ex-Jugoslawien keine offenen Konflikte mehr gebe. Übersehen werde, dass die Ursachen der Kriege in den 90er-Jahren noch lange nicht bewältigt seien.“

 

Infosperber, 04.08.2015

 

Zum Nachlesen (online)

Zitiert: Ist Streaming Rundfunk

„Das grundlegende Verfassungsgesetz stellt auf den technischen Rundfunkbegriff ab. Rundfunk ist eine Punkt-zu-Multipunkt-Übertragung, wobei die Zahl der gleichzeitig versorgbaren Empfänger praktisch unendlich ist. Die vom ORF genutzten Streamingverfahren sind hingegen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen und damit kein Rundfunk. Die Server können immer nur eine begrenzte Zahl von Empfängern versorgen“, stellt heise.de fest.

Tatort braucht als Kinofilm zwei Jahre bis zur Erstausstrahlung im Fernsehen

Til Schweiger dreht derzeit seinen „Kino-Tatort“ in Istanbul, Moskau, Hamburg und Berlin. Dies dauere noch bis zum 15. September. Warner Bros. Pictures Germany bringt den Film am 25. Februar 2016 in die Kinos. Damit komme seit 1980 zum ersten Mal wieder ein „Tatort“ in die Kinos, berichtet der Kölner Stadtanzeiger. Im ERSTEN wird der Hamburger Kino-„Tatort“ voraussichtlich 2018 zu sehen sein, verbreitet presseportal.de. Es gibt wilde Verfolgungsjagden und eine große Schießerei.

 

Doch wie kann es sein, dass ein mit Beitragsgeldern finanzierter Film zuerst im Kino läuft? Haben die Beitragszahlerinnen und -zahler nicht einen Anspruch auf eine Erstausstrahlung im Free-TV? Weiterlesen Tatort braucht als Kinofilm zwei Jahre bis zur Erstausstrahlung im Fernsehen

TV-Politikmagazine: „Ein Problem entsteht allerdings dann, wenn das Investigative nicht als Methode, sondern als ein Sektor des Journalismus aufgefasst wird

Ich habe einmal die für mich wesentlichen Aussagen der Studie „… den Mächtigen unbequem sein“ – Anspruch und Wirklichkeit der TV-Politikmagazine von Bernd Gäbler zusammengefasst. So stellt er zur gesellschaftlichen Situation, in die die Politikmagazine senden, fest: „Aktuell gibt es keine Anzeichen dafür,…

Zitat: Institutionenverweigerer können Welt verändern

„Es ist an der Zeit, die Jugend nicht mehr dafür zu kritisieren, dass sie nicht wählen geht; es ist vielmehr Zeit zu feiern, wie Institutionsverweigerer tatsächlich versuchen die Welt zu verändern. Diejenigen, die den Institutionen nicht mehr trauen, ignorieren sie nicht einfach. Einige bauen Systeme, die darauf ausgelegt sind, bestehende Institutionen überflüssig zu machen. Andere werden zu den schärfsten Kritikern unserer Institutionen, während die Radikalsten neue Verfahren entwickeln, die der Zentralisierung und Verdichtung von Macht widerstehen.“

 

Ethan Zuckerman, Leiter des Center for Civic Media auf sueddeutsche.de (21.07.2015, online)