Zitiert: Viele gesellschaftliche Fehlentwicklungen gehen mit dem Zustand des Rundfunks Hand in Hand

Viele Fehlentwicklungen in unserem Land, zumal unter jungen Leuten, sehe ich mit dem Zustand des Rundfunks in Zusammenhang. Woran liegt es wohl, daß Nachdenken in den Ruf gekommen zu begegnen. Man wird kaum ergründen können, welchen Anteil der Rundfunk daran hat; daß…

Zitiert: Verlage und Medien weit entfernt von der gesellschaftlichen Diversität

Auch Verlage und Medien nähern sich in ihren Strukturen nicht der Diversität des Publikums an, das sie erreichen könnten. Man betrauert den eigenen Bedeutungsverlust, statt für die Öffnung in den eigenen Reihen zu sorgen und so neue Debatten und Blickwinkel zu integrieren…

Zitiert: EU-Urheberrechtsreform: Zensur ist nicht der Zweck, sondern Kommerzialisierung

Der Streit um die europäische Urheberrechts-Reform ist ein Musterbeispiel der Irreführung. Das zeigt schon die seltsame Frontstellung der Akteure: Auf der einen Seite der Barrikade Netznutzer und netzpolitische Aktivisten, die gemeinsam mit den IT-Unternehmerverbänden Bitkom und Eco gegen die Reform zu Felde…

ARD und ZDF sparen beim Kinderkanal mindestens 6 Millionen Euro in vier Jahren

Im 21. KEF-Bericht kann man nachlesen (S. 326), dass die Mittel für den Kinderkanal in vier Jahren um 3,6 Millionen Euro steigen sollen. Für 2017 waren 87,96 Mio. Euro eingeplant, 2020 stehen dann 91,56 Mio. Euro zur Verfügung. Insgesamt soll der KiKa…

Zitiert: Der Publikumsgeschmack ist keine Naturkonstante

Das, was Publikumsgeschmack heißt, ist keine Naturkonstante. […] Nichts fördert die allgemeine Bedürfnislosigkeit so gründlich wie ein Programm, dessen oberster Grundsatz es ist, sich nach den durchschnittlichen geistigen Bedürfnissen zu richten. Indem die Rundfunkanstalten sich damit begnügen, den Publikumsgeschmack zu erkunden und ihm hinterherzulaufen, produzieren sie ihn zugleich, oder anders gesagt: Sie sind in hohem Maße selbst für die Geistes- und Geschmacklosigkeiten  verantwortlich, die zu senden die Publikumsnähe ihnen angeblich gebietet.

Jurek Becker: Die Worte verschwinden, Spiegel 2/1995, S. 160 (online)