Länder fordern mit Protokollnotiz Gremien zur Beobachtung der Mittelverwendung bei den Sendern auf

“Die Länder erwarten von ARD, ZDF und Deutschlandradio, dass sie die von ihnen bei der KEF angemeldeten und von der KEF anerkannten Mittel für die Kategorie Programmaufwand auch für diesen Zweck einsetzen, wobei auch gesellschaftsrechtlich von den Anstalten unabhängige Produzenten angemessen berücksichtigt werden sollen. Sie gehen davon aus, dass die zuständigen Gremien der Rundfunkanstalten, die Mittelplanung und -verwendung insoweit besonders beobachten.”

(Protokollerklärung der Länder zum 19. RFSTV)

 

Fragen: Was meint der Gesetzgeber mit beobachten? Und was sollen die Gremien machen, wenn sie eine Veränderung feststellen?

Zitat: Unbekannte Drehbuchautoren – Die Tragik des versteckten Autorendaseins

“Die meisten Drehbücher werden geschrieben, ohne dass sie je realisiert werden. Etwa 800 Autoren leben in Deutschland vom Schreiben für Film und Fernsehen. Anfänger sollten mit fünf bis zehn Jahren rechnen, bevor sie sich vielleicht etablieren können. Sie müssen an mehreren Projekten…

ARD und ZDF unter einem Dach ist kein AfD-Vorschlag

So einige sind der Meinung, die Zusammenlegung von ARD und ZDF sei ein AfD-Vorschlag. Doch die AfD vorgeschlagen, die Zahl der Programme zu reduzieren. Sie wolle zwei steuerlich finanzierte Rundfunk-Sender. Der bisherige Rundfunkbeitrag soll wegfallen. Mit der Steuerfinanzierung entsteht ein staatlich kontrolliertes Fernsehen und Radio, da dann Regierung und Parlament mit jedem Haushalt neu über die Finanzierung der Sender entscheiden. Bei einer direkten Steuer-Finanzierung ist die Abhängigkeit von der Regierung größer beim beitragsfinanzierten Fernsehen.

Die Sender zu fusionieren, das ZDF zu privatisieren, das ERSTE einzustellen sind keine neuen medienpolitischen Ideen. Entsprechend hatten sich die Ministerpräsidenten Edmund Stoiber und Kurt Biedenkopf schon 1995 geäußert. Leicht verändert legten Edmund Stoiber, Georg Milbradt und Peer Steinbrück 2003 ähnliche Vorschläge auf den Tisch. Weiterlesen ARD und ZDF unter einem Dach ist kein AfD-Vorschlag

Dokumentiert: Rundfunkbeitragsbefreiungen von 2014 auf 2015 um 13 Prozent gestiegen

„Mit Stand 31.12.2014 waren 2.528.674 Personen von der Beitragspflicht befreit und 505.506 Personen wurde eine Ermäßigung gewährt. Die Anzahl der Personen, denen eine Befreiung von der Beitragspflicht bewilligt wurde, ist im Jahr 2015 um 329.546 (13,03 %) auf 2.858.220 Personen angestiegen. Bei den Ermäßigungen ist im gleichen Zeitraum ein Rückgang um 23.347 (4,62 %) auf 482.159 zu verzeichnen (dazu auch S. 26 f.). … Der sich aus den privaten Beitragsbefreiungen bzw. -ermäßigungen für die Rundfunkanstalten ergebende Ausfall an Rundfunkbeiträgen entspricht eine Gegenwert von ca. 650,7 Mio. € im Jahr.“

(Jahresbericht des Beitragsservice, S. 31, online)

Neue ZDF-Fernsehratsvorsitzende will “Praxis der parteipolitisch gefärbten Freundeskreise fortsetzen”

Marlehn Thieme ist die neue Chefin des ZDF-Fernsehrats. Sie ist schon seit 12 Jahren Mitglied des Gremiums und will sich nun für Transparenz und „mutige Programminnovationen“ für junge Menschen stark machen, meldet SpOn.

Zu ihrer Wahl sagte sie auch: „Es ist eine wichtige und spannende Aufgabe, den erfolgreichsten deutschen Sender in einer Zeit dynamischer Veränderungen der Medienlandschaft kritisch zu begleiten und konstruktiv weiter zu entwickeln. Mit der neuen Zusammensetzung des Fernsehrates haben wir die Chance, die vielfältigen Interessen der Gesellschaft im ZDF-Programm noch stärker in den Blick zu nehmen.“ Weiterlesen Neue ZDF-Fernsehratsvorsitzende will “Praxis der parteipolitisch gefärbten Freundeskreise fortsetzen”