Zitiert: „Würde man die Öffentlich-Rechtlichen heute noch einmal in idealer Form neu konstruieren …

…  wären sie beweglicher und weniger komplex strukturiert. Politische Parteien wären weitgehend oder ganz aus den kontrollierenden Rundfunkgremien raus. Schon damit der schädliche Eindruck gar nicht erst entstehen kann, die Politik würde den Medien reinreden. Die Gremien wären ohnehin anders besetzt, weniger nach Partei- und Religionszugehörigkeit, Vereins- und Verbandsregister. Sie würden eine komplexe Gesellschaft repräsentieren. Genau wie das Programm. Aber im Ernst: Dürfte das dann wirklich schmaler ausfallen, wie es so viele fordern, die sich über die Erhebung einer „Zwangsgebühr“ aufregen? Weiterlesen Zitiert: „Würde man die Öffentlich-Rechtlichen heute noch einmal in idealer Form neu konstruieren …

Will Horst Seehofer gar nicht ARD und ZDF fusionieren?

Es gab so einige Kritik an dem Reformvorschlägen von Horst Seehofer zu ARD und ZDF. Doch keiner nahm ihn beim Wort. CSU-Chef Horst Seehofer fordere die Zusammenlegung von ARD und ZDF.

„Wir sind der Auffassung, dass die Grundversorgung auch von einer Fernsehanstalt geleistet werden könnte“,

sagte Bayerns Ministerpräsident der “Bild am Sonntag” am 11.09.2016.

Doch was ist dann mit dem Deutschlandradio, für dessen Programme ein eigener Staatsvertrag existiert? Leistet es keinen Beitrag zur Grundversorgung? Soll es abgeschafft werden?

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Unter welchen Bedingungen Thüringen „mehr vom MDR haben“ könnte

Will Thüringen CDU-Landtagsfraktionschef Mike Mohring einen grundsätzlich überarbeiteten neuen MDR-Staatsvertrag? Wer die Berichterstattung der Thüringer Landeszeitung (1.8.2015) liest, der könnte dies glauben. Nach deren Angaben will Mike Mohring nicht nur eine Neufassung des MDR-Staatsvertrages, um das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Gremienzusammensetzung umzusetzen. Der MDR-Staatsvertrag aus dem Jahre 1991 „hat sich aus Mohrings Sicht komplett überholt“. Dies werde insbesondere jetzt deutlich, da angesichts der geplanten MDR- Strukturreform Thüringen „immer mehr ins Hintertreffen“ gerate. So werde in Halle in Fernsehstudios investiert, während in Thüringen kaum Investitionen vorgesehen seien. Zudem kritisiert er, dass in Thüringen zu wenige MDR-Filme von Thüringer Firmen produziert werden. „Wenn der MDR in Thüringen Filme oder Sendungen produziert, dann in der Regel nicht mit Thüringer Unternehmen. Das sind alles mitgebrachte Leute.“ Deshalb fordert er nicht nur kleine Änderungen am MDR-Staatsvertrag. Die Thüringer Landesregierung solle „selbst aktiv zu werden und das ganze Paket neu zu schnüren“. Weiterlesen Unter welchen Bedingungen Thüringen „mehr vom MDR haben“ könnte

Streit um MDR-Ressourcen

Am Donnerstag verwies Martin Debes in der Thüringer Allgemeinen (16.07.2015) darauf, dass „von den gut 2000 festen Mitarbeitern“ des MDR „gerade einmal 118 in Thüringen beschäftigt. Das sind sechs Prozent des Gesamtpersonals.“ Daneben würden 104 fest-freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezahlt. Er unterschlägt im Weiteren auch nicht die 60 Stellen beim Kinderkanal sowie die 13 Stellen der MDR-Werbung GmbH, die auch in Erfurt sitzt.

Allerdings macht er eine Schräglage deutlich. Sachsen habe in Leipzig die Zentrale mit 1.400 Beschäftigten sowie 660 fest-freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Daneben gibt es noch ein Landesfunkhaus (140 Angestellte). Auch Sachsen-Anhalt habe zwei Standorte. Im Magdeburger Landesfunkhaus seien 125 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fest angestellt, in der Hörfunkzentrale in Halle gebe es neben 265 Angestellten noch einmal rund 400 feste freie Mitarbeiter. Weiterlesen Streit um MDR-Ressourcen

Sachsen-Anhalt will neuen MDR nur, wenn man im Land keine Stellen verliert

Der MDR will sich trimedial aufstellen. Er will Strukturen schaffen, die sich an Inhalten orientieren und nicht an Verbreitungswegen. Dies ist schon lange bekannt. Im Dezember 2013 beschloss der MDR-Rundfunkrat den „MDR-Entwicklungsplan 2013“ – u.a. mit den Stimmen der Vertreter Sachsen-Anhalts.

Nun wird es langsam konkret. In diesem Jahr sollen Arbeitsgruppen entsprechende Vorschläge machen, wie der MDR „umzubauen“ ist, welche Redaktionen von Halle nach Leipzig und umgekehrt ziehen, wo zusätzliche Studios eingerichtet werden müssen.

Der Mitteldeutschen Zeitung, die wie der MDR-Hörfunk ihren Sitz in Halle hat, wurde ein Papier der „Projektgruppe 17“ zugespielt. Danach plane man beim MDR „mit dem Wegzug von 90 Arbeitsplätzen aus Halle und dem Zuzug von 45 nach Halle. Unterm Strich verliert die Saalestadt nach MZ-Informationen 45 feste Arbeitsplätze. Die Landespolitik pocht allerdings auf einen Ausgleich“. Weiterlesen Sachsen-Anhalt will neuen MDR nur, wenn man im Land keine Stellen verliert