Auch nach dem Wechsel der TV-Rechte ab 2018 muss die Berichterstattung von Olympischen Spielen kritisch und investigativ bleiben. Das forderten Sportpolitiker des Deutschen Bundestages vom neuen Rechteinhaber Eurosport/Discovery. „Die Frage ist, ob auch investigativ ermittelt und entsprechend berichtet wird. Die neuen Rechteinhaber müssen beweisen, dass sie in der Berichterstattung die Qualität der öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland erreichen“, sagte die Sportausschuss-Vorsitzende des Bundestages, Dagmar Freitag, in einer Debatte des Ausschusses, berichtete gestern der Sportinformationsdienst (SID).
Wie erfolgreich kann sie mit dieser Forderung sein? Wieso müssen private Anbieter dieselbe Qualität bieten wie öffentlich-rechtliche? Wollen die Sportpolitikerinnen und Sportpolitiker diesbezüglich den Rundfunkstaatsvertrag ändern? Wie wollen sie die Angebote miteinander vergleichen? Und – was passiert, wenn Eurosport schlechter sein sollte? Muss der Sender dann ein Bußgeld bezahlen? Weiterlesen
Evi Simeoni berichtet auf faz.net (04.08.2015, online) von der aktuellen Tagung des IOC, dass das IOC in Zukunft seine Inhalte über alle möglichen digitalen Kanäle verbreiten möchte. Dies solle nicht nur zu den jeweiligen Olympischen Spielen geschehen. Damit wolle man im April 2016 beginnen. Das Angebot solle nicht nur auf die Zeit der Olympischen Spiele beschränkt sein. Wenn man nur aller zwei Jahre 16 Tage „aktiv“ sei, würde man in Vergessenheit geraten, so der Vorstandsvorsitzenden von WPP, des weltgrößten Unternehmens für Werbung und Marketing, der Brite Sir Martin Sorrell, der seine Vorstellungen dem IOC darlegte. Weiterlesen
„Deutschland leistet sich mit 94 € pro Kopf eines der teuersten öffentlichen Rundfunksysteme. Mehr pro Kopf geben nur noch Norwegen und die Schweiz aus. Die Ausgaben von ARD, ZDF und Deutschlandfunk lagen 2013 bei 8,6 Mrd. €. Fast 800 Mio.… Weiterlesen
17 Euro steuert also jeder Beitragszahler innerhalb von vier Jahren dazu bei, „dass internationale Fußballereignisse und Schnipsel aus der Bundesliga gezeigt werden dürfen“, meldete der SPIEGEL vor einem Jahr.
Dann verwies er darauf, dass die Olympische Spiele 2010 und 2012 für ARD und ZDF mit jeweils 71 Millionen Euro zu Buche geschlagen hätten. Hauptposten des „1,03 Milliarden Euro schweren Sportrechtebudget der ARD“ seien die Fußballrechte, für die 707 Millionen Euro veranschlagt werden. „Rund 368 Millionen Euro entfallen auf die Rechte für Welt- und Europameisterschaften sowie für Länderspiele. Gut 339 Millionen Euro wurden für die „Fußball Bundesliga / Hörfunk-Kooperation“ bereitgestellt.“ Weiterlesen