Hätte die ARD ohne die Sky-Beteiligung an „Babylon“ auf Tatorte verzichten müssen?

“Bei deutschen Kinoproduktionen sind öffentlich-rechtliche Sender in der Regel beteiligt. Hier wird sich auch nicht beschwert, dass der Gebührenzahler zuerst ein Kinoticket lösen muss, um den jeweiligen Film zu sehen, geschweige denn Geld für einen DVD- oder VoD-Konsum zu bezahlen hat, bevor er nach zwei Jahren den Film kostenlos im Free TV sehen könnte. … Ein Pay-TV-Sender ist über die Abonnentenzahl limitiert, bei Sky sind das derzeit wunderbare fünf Millionen, während ein Free-TV-Sender die Serie über eine lineare Ausstrahlung und die eigene Mediathek allen Fernsehzuschauern, eben über 80 Millionen frei zugänglich machen kann. Darüber hinaus: Wenn eine frei zugängliche Verbreitung als erstes stattfinden würde, macht die Beteiligung eines Pay-TV Senders an solch einer Serie keinen Sinn mehr. Und hätte die ARD Degeto den Pay-TV Sender Sky ersetzt, hätte die ARD auf vier bis fünf „Tatorte“ verzichten müssen …”

(Stefan Arndt, Tagesspiegel, 20.10.2017 (online))

 

Hinweis I: Sky zahlt ca. 5 Mio. Euro. 12 Millionen Euro sollen von der ARD-Tochter Degeto kommen, rund fünf Millionen von Sky, 12 Millionen Euro von mehreren Filmförderanstalten und elf Millionen vom Rechtehändler Beta Film, der die Serie auf eigenes Risiko weltweit vermarktet. (Hannoversche Allgemeine, 4.10.2017, online)

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Warum sich die Europäische Kommission mit Sky UK und sechs US-Majors beschäftigt

„Die Kommission vertritt die vorläufige Auffassung, dass sich jedes der sechs Studios bilateral mit Sky UK auf vertragliche Beschränkungen verständigt hat, die Sky UK daran hindern, Verbrauchern außerhalb des Vereinigten Königreichs und Irlands über Satellit und/oder online Zugang zu den dort angebotenen Pay-TV-Diensten zu geben. Ohne diese Beschränkungen könnte Sky UK nach kommerziellen Gesichtspunkten entscheiden, ob es seine Pay-TV-Dienste an diese Kunden, die sich für einen Zugang interessieren, verkauft, und zwar unter Berücksichtigung der aufsichtsrechtlichen Auflagen und – im Falle von Online-Pay-TV – des einschlägigen nationalen Urheberrechts. … Weiterlesen Warum sich die Europäische Kommission mit Sky UK und sechs US-Majors beschäftigt

Neu: Eigenproduktionen bei Sky

 

Das ewige Vorbild HBO hat es mit Welterfolgen wie „Sex and the City“ und den „Sopranos“ vorgemacht: Aber von Millionenbudgets für Serien in Kinoqualität können deutsche Sender bislang nur träumen, so die Süddeutsche Zeitung.