Zitiert: Wie die „Binnenpluralität“ im Regionalen verlorengeht

Wir haben ja gesehen, was man mit uns in der DDR versucht hat. Was ja auch zum Teil gewirkt hat. Heute geht es darum, dass man teilweise versucht, psychologische Mechanismen in irgendeiner Weise für einen guten Zweck einzusetzen. Aber damit beginnt man eben auch, geistige Freiheit einzugrenzen und zu steuern. Wenn dann auch noch, gerade im ländlichen Raum, die Zeitungen abschmieren, weil Sender massenhaft komplette Essays als Text ins Netz stellen, verlieren wir die Binnenpluralität.

Reiner Haseloff, sueddeutsche.de, 12.07.2024 (online)

Zitiert: Wie die Qualität bei ARD und ZDF leidet

Die Qualität von Beiträgen leide, weil aufgrund digitalisierungsbedingter Mehrarbeit keine sorgfältige Abnahme mehr möglich sei. Sogenannte „Regiostücke“, die von den elf Landesstudios aus Spargründen für immer größere Sendegebiete produziert würden, gingen an den Informationsbedürfnissen großer Teile der Bevölkerung vorbei. Hassenzahl: „Für die Freien, die die Stücke im Regionalen zu 100 Prozent produzieren, wird der Kuchen dadurch immer kleiner.“

Mark Hassenzahl, verdi.de, 12.10.2023 (online)

Zitiert: Wie die ARD regionaler werden kann

Ihre Struktur sollten die Anstalten verschlanken und möglichst so zusammenarbeiten, dass mehr Geld ins Programm fließt. Die ARD könnte ihre regionale Struktur weiter ausbauen: Dank günstiger Technik und den Entwicklungen der „neuen Arbeitswelt“ spricht nichts dagegen, eine wachsende Zahl von Reporterinnen und Reportern aus dem Homeoffice berichten zu lassen, möglichst breit verteilt auf die jeweiligen Sendegebiete: eine dezentrale Senderstruktur. Das schafft neue Wurzeln und macht die Berichterstattung besser.

Aus: Björn Staschen. In der Social Media Falle. Wie wir unsere digitale Freiheit retten (zum Buch)

Zitiert: Soziale und gesellschaftspolitische Funktionen regionaler Berichterstattung

Mit Blick auf die hohe Nutzungsfrequenz und die verschiedenen Funktionen, die sie für die Rezipienten erfüllen, sind regionale Medienangebote aus demokratietheoretischer und gesellschaftspolitischer Perspektive von erheblicher Bedeutung. Ihre Aufgabe und gleichzeitig Herausforderung besteht in der Zukunft darin, die Nutzer nach Möglichkeit einzubinden und sie an den medialen Prozessen der lokalen und regionalen Kommunikation stärker partizipieren zu lassen, wie zum Beispiel durch Beteiligung an der Entstehung journalistischer Produkte.

Uli Gleich und Hanna Puffer in: Media Perspektiven, 1/2019, S. 5 ff. (online)