2004: Gruner+Jahr benennt Egon-Erwin-Kisch-Preis in Henri-Nannen-Preis um

Bei Gruner+Jahr kamen sie ja erst 2004 auf die Idee, den Preis nach Henri Nannen zu benennen. Bis dahin hieß er Egon-Erwin-Kisch-Preis. Die ersten Nannen-Preisträger wurden dann 2005 gekürt. Die Umbenennung sei „sehr gewagt“ gewesen angesichts dessen, dass man wusste, dass Nannen „eine enge Attachierung an das NS-Regime hatte“, sagt Hachmeister. Ihm sei „unklar“, warum man das „ohne Not“ getan habe. Unter Anspielung auf einen Begriff aus dem Tennis, spricht er von einem „unforced error“. Zur Zeit der damaligen Umbenennung regierte beim „Stern“ eine Doppelspitze aus Thomas Osterkorn und Andreas Petzold.

René Martens, MDR Altpapier, 24.6.2022 (online)

Zitiert: Die Redaktionen des Jahres: Süddeutsche Zeitung holt die meisten Journalistenpreise 2021

Der journalist hat für 2021 erstmals exklusiv ausgewertet, welche Redaktionen hierzulande wie viele Journalistenpreise gewonnen haben: Die Süddeutsche Zeitung liegt mit 25 Preisen ganz vorne, knapp vor der Zeit. … Auf Rang zwei der Journalistenpreis-Auswertung liegen Zeit und Zeit Magazin mit 22…