Zitiert: „Presseähnlichkeit“ – über Hochwasser erst nach Fernsehbericht online berichten?

In einer engen Auslegung könne BR24 beispielsweise erst dann über ein Hochwasser berichten, wenn die Fernsehsendung dazu gelaufen sei. „Ich weiß nicht, ob das wirklich im Interesse der Menschen in Bayern ist“, so Wildermuth. Auch Liveblogs, Apps und Social-Media-Aktivitäten seien im Kern gefährdet. Sie betonte auch, dass es keinerlei wissenschaftlichen Beleg gebe, dass es Verlagen besser gehe, wenn es öffentlich-rechtlichen schlechter gehe. Werbegelder würden dann nur stärker zu US-Plattformen abwandern, so Wildermuth.

Uwe Mantel, dwdl.de, 07.10.2024 (online)

Zitiert: Europäisierung der Kulturberichterstattung?

Jetzt schlägt die Rundfunkkommission also vor, die Spartenkanäle zu reduzieren und beispielsweise das Kulturprogramm zu halbieren. Das geht mit Phrasen wie der einher, die Fusion von Arte und 3sat befördere eine Europäisierung der Kulturberichterstattung, weil Arte eine deutsch-französische Angelegenheit sei, 3sat ein deutsch-österreichisch-schweizerisches Programm. Tatsächlich ist das ein dreister Täuschungsversuch, der eine Reduktion als Erweiterung verkaufen will.

Jürgen Kaube, faz.net, 01.10.2024 (online)

Zitiert: Keine Pflicht zur Zusammenlegung von 3sat und ARTE

3sat wird gerade zur Verhandlungsmasse bei der Reform für die Öffentlich-Rechtlichen. Die Kulturszene protestiert. ARD und ZDF bleiben auffallend wortkarg. […] Will die Medienpolitik den Kanal wirklich streichen? Dagegen spricht, dass 3sat als Sender in dem Entwurf nicht wegrationalisiert wurde, sondern weiter…

Zitiert: Ein medialer Ost-West-Unterschied

Der große Unterschied zwischen Ost und West besteht darin, dass der Osten alles wahrnimmt, was der Westen über ihn behauptet. Umgekehrt ist es gar nicht so, denn der Osten kann nichts über den Westen behaupten, weil er keine Medien hat.

Christoph Dieckmann, mdr.de, 04.10.2024 (online)