Zitiert: die letzte Instanz ist das eigene Urteil

Die Warnung ist die Tonlage unserer Gegenwart. Sie kommt nicht mehr im Gebrüll mancher Lehrer und Hausmeister aus Kindertagen, sondern immer besorgt und einfühlsam daher und mit den angeblich besten Absichten. Der Schlüsselbegriff ist jener der Erfahrung: Man soll, als Konsument, die…

Zitiert: Soll die Kunst einen neuen demokratischen Menschen abbilden?

Kunst war bisher Platzhalter des Offenen, des ganz Anderen. Kunst war Aufmerksamkeitsmotor für Leerstellen, für Unerfülltes, für noch zu leistendes, Utopisches. Kunst war symbolische Repräsentation des Nichts; sie war Platzhalter und Medium des Nicht-Identischen. […] Mitunter gewinnt man den Eindruck, dass das,…

Zitiert: Ohne kulturelle Aneignung entsteht keine Kunst

Wenn dieser Tage immer mal wieder über Konzerte berichtet wird, die abgebrochen wurden oder nicht zustande kamen, weil jemand das Motiv einer kulturellen Aneignung aufgespürt und skandalisiert hat, ist das zuallererst das Problem einer verunsicherten Umgebung, die eine Störung nicht als Störung…

Zitiert: Diversität im Schauspiel

Man spielt etwas. Es ist immer ein Spiel! Und das ist wunderbar! Wo soll das hinführen, wenn Männer keine Kleider mehr tragen dürfen oder Frauen keine Anzüge? Wenn man sich als Autor nicht irren darf? Wenn man richtig liegen muss? Who the fuck says, was richtig ist? In der Kunst hoffentlich niemand! Kunst ist ein Experimentierfeld. Es sind Versuche, das Leben zu schildern und uns dadurch einen Schritt weiterzuführen. Wenn es keine Versuche mehr sein dürfen. Was soll es dann sein?

Max Faberböck, epd medien 17/22, 29.04.2022 (online)

Zitiert: Repräsentation als auch Produktion von Kunst und Kultur bei der ARD gefährdet

Der Rundfunk macht derzeit seine größte Medientransformation durch, indem er vom linearen Senden auf Online umstellt. Das ist richtig und zeitgemäß. In diesem Prozess aber drohen sowohl die Repräsentation als auch die Produktion von Kunst und Kultur Schaden zu nehmen – und…