Zitiert: funk – Kapitulation statt Politik

Man sieht dies sehr schön am Projekt „funk“, dem „jungen Angebot“ von ARD und ZDF, das von Beginn an als Zulieferer für Facebook und andere konzipiert wurde. Die Plattformen danken herzlich für so viel kostenlose Zuträgerschaft. Von einer Selbstbehauptung der öffentlich-rechtlichen Einrichtungen keine Spur. Selbst wenn man noch einmal die Gespräche von Günter Gaus sehen will oder alte „Tatorte“ mit Kommissar Trimmel, schaut man in der ARD-Mediathek in die Röhre, wird bei Youtube aber bestens bedient.

Diese digitale Selbstverzwergung wird auch an der geplanten Einrichtung einer ARD-Kulturplattform deutlich.

Bernd Gäbler, tagesspiegel.de, 25.07.2020 (online)

Zitiert: Facebook als Kannibale der medialen Kommunikation

Die Bezeichnung von Facebook als einem Kannibalen der medialen Kommunikation sollte gerechtfertigt sein vor dem Hintergrund, dass das Prinzip „geteilter Inhalte“ nicht nur kostbare Güter etablierter Produzenten entwertet hat, sondern auch Laien oder freigesetzte Profis unweigerlich dazu zwingt, beim Anbieten von Content dieselbe Plattform zu nutzen, um über eigene Seiten und Verlinkungen überhaupt noch präsent zu sein.

Bei vielen, die gar nicht oder nur auf Konsumentenseite damit konfrontiert sind, ist ein Bewusstsein über Arbeit und Wert in diesem neuartigen Feld noch nicht spürbar eingetreten.

Daniel Hermsdorf, Telepolis, 05.01.2020 (online)

Zitiert: Zu groß, um effektiv gegen Fake News vorzugehen

Facebook und die an das Netzwerk angeschlossenen Unternehmen Instagram und Whatsapp sind wohl längst einfach zu groß, um die Flut an Hass und Lügen in ihren Angeboten noch effektiv bekämpfen zu können. …. Um das einzusehen, reicht ein einfaches Zahlenspiel: Jeden Tag…

Zitiert: Sind Facebook, Google und Co. plötzlich staatstragend

Unternehmen sind nie demokratisch legitimiert, sie unterliegen keinerlei Kontrolle außer der durch ihre Aufsichtsratsgremien. Philanthropie und Gemeinwohl fördern börsennotierte Konzerne gern, solange es dem eigenen Aktienkurs nützt. Wenn die Global Player des Silicon Valley also nun stolz erklären, dass ihre Systeme in der Krise so sicher bleiben wie früher nur die Renten des Norbert Blüm, dann zeigt das zweierlei: die Hybris der Unternehmen wie die Bereitschaft der politischen Systeme, das Steuer aus der Hand zu geben.

Bernd Graff, sueddeutsche.de, 25.03.2030 (online)

Zitiert: Plattformen können keinen zwingen, etwas zu glauben

Ich bezweifle, dass Plattformen wie Facebook die Menschen dazu bringen, etwas zu tun oder zu glauben, auch wenn das häufig behauptet wird. Sie können einen Nutzer nicht dazu zwingen, einen neuen Kühlschrank zu kaufen. Die Plattformen können aber sehr gut Menschen finden,…