Stefan Raue: „Die Einordnung ist das Wichtigste“

Wir haben, zugespitzt gesagt, die merkwürdige Diskussion, Medien wären gut, wenn sie nur das abbilden, was ist. Und so einfach ist die Geschichte nicht. Fakten sagen für sich gar nichts, die Einordnung ist das Wichtige, der Diskurs darüber ist das Wichtige. Meinung ist keine Kampfansage an den anderen, ist kein Beitrag zum inneren Bürgerkrieg. Es kommt nur darauf an, dass Meinungen in einer fairen Weise diskutiert werden können. …. Öffentlich-rechtliche Medien haben zwei Aufgaben: zu spiegeln, was in der Gesellschaft ist. Und es einzuordnen. Wir können auf keines von beiden verzichten.

Stefan Raue, faz.net, 15.11.2020 (online)

Zitiert: Einordnungsleistung des Wissenschaftsjournalismus nimmt ab

Wissenschaftler sind die Stars der Krise. Das sei problematisch, hiess es am Montag an einem Podium an der Universität Zürich. Laut Medienprofessor Mark Eisenegger hätten die Journalisten bei der Frage der Masken und bei Impfungen kritischer sein müssen. …. Wissenschaftsberichterstattung ist wichtiger…

Zitiert: Zum Einordnen gehört mehr als gegenteilige Positionen abzufragen

Vielmehr ist es fatal, dass Funk mit der schnatternden Einseitigkeit seiner Angebote genau das Gegenteil von Aufklärung betreibt: Sie liefert denen, die ohnehin schon glauben, die teilweise bis zur totalen Verdummung vorgekauten Bestandteilchen und verweigert jede große Linie, an der man sich…

Zitiert: Kacheljournalismus ist ungefilterte PR

In der Textfassung des „Zapp“-Beitrags findet sich das zentrale Argument gegen Kacheln, es wurde bereits in einem NDR-Info-Beitrag im Herbst 2018 erwähnt und stammt von Martin Hoffmann (heute T-Online): „Das Problem mit diesen ‚Zitat-Kacheln‘ ist letztendlich, dass wir Journalisten da einfach eine…