Zitiert: Rundfunkräte mit der inhaltlichen Programmbeobachtung in der Regel überfordert

Da die Rundfunkräte mit ihrer Aufgabe der inhaltlichen Programmbeobachtung in der Regel überfordert sind, ist die Einrichtung einer senderunabhängigen, professionellen Programmforschung unabdingbar. Eine systematische, empirische Programmanalyse kann die Grundlage der Programmkritik der Rundfunkräte bilden. Dazu müssen Akteure aus der Medienforschung regelmäßig beauftragt werden und ihre Ergebnisse den Anstalten und Rundfunkräten vorstellen, um auf konkrete Missstände in der Berichterstattung hinzuweisen.

Diese Beobachtungen sollten in Handlungsvorgaben umgesetzt werden, die von den Anstalten zwingend zu berücksichtigen sind.

Khola Maryam Hübsch, epd medien, 20/2023

Zitiert: Vielfalt in den Redaktionen

In den Anfangsjahren des Fernsehens kamen die Redakteur:innen aus anderen Branchen: Theater, Verlage, sie waren Fachredakteur:innen und es gab Fachredaktionen für die verschiedenen Bereiche. In den Redaktionen arbeiteten Experten für ihr Gebiet, die Entscheidungen, die sie trafen, waren auf ihrer Kompetenz aufgebaut…

Zitiert: Mehreinnahmen „dämpfen“ die Höhe des Rundfunkbeitrags

Die Gebührenkommission KEF berechnet gerade, wie hoch der Rundfunkbeitrag von 2025 an sein soll. Muss er steigen? Haben die Sender nicht längt genug? Wir fragen den Kommissionschef Martin Detzel. […] Die Sonderrücklage soll sicherstellen, dass die Anstalten nicht überfinanziert sind. Denn wenn den Anstalten mehr Geld zufließt, als die KEF als notwendigen Bedarf ermittelt hat, muss dieser Mehrertrag für die nächste Beitragsperiode angespart werden. […] Nach unserer Schätzung könnten sich diese zusätzlich eingenommenen Mittel in einer Größenordnung von etwa 50 Cent dämpfend auf den Beitrag auswirken. (Paid)

Martin Detzel, faz.net, 19.05.2023 (online)

Zitiert: Wie kommt es, dass Redaktionen nicht mehr die Wirbelsäule der Sender sind?

Was ist passiert, dass den Sendern das Rückgrat abhandengekommen ist? Ich wage zu behaupten, dass ganz wenige Redakteur:innen heute noch über Dramaturgie, Qualität eines Filmes diskutieren können, sie sehen Programme als Produkte, als Ware. Ich will das Rad nicht zurückdrehen, wir leben…