Zitiert: Boulevardjournalismus funktioniert nach perfiden Geschäftsmodell

Da werden Persönlichkeitsrechte mit Füßen getreten, angeblich im Interesse der ach so sehr an schmutzigen Geschichten interessierten Öffentlichkeit.

In Wahrheit geht es um Auflage (früher), Reichweite (heute) und damit um Geld. Wenn es schiefgeht und sich Betroffene juristisch wehren, muss hier und da ein bisschen gezahlt werden. Aber auch das ist eingepreist. Und die Rechnung geht eigentlich immer zugunsten des Boulevards auf.

Steffen Grimberg, taz.de, 29.01.2025 (online)

Zitiert: Instrumente des Boulevardjournalismus

Es gibt praktisch kein Medium außerhalb des öffentlich-rechtlichen Spektrums mehr, bei dem Instrumente des Boulevardjournalismus nicht Alltag wären. Und dazu gehören bunte Meldungen, das Suchen von Streit und das Anpieksen von Leseremotionen durch Boulevard-Schlagzeilen. Dieses Prinzip des Boulevard-Journalismus sei noch einmal erwähnt:…

Zitiert: Die Qualität des Adels-Journalismus

Völlig ausgeschlossen, aus einer Gruppe von tausend Normalos die Person mit adeligem Stammbaum herauszufinden. Bei diesem Gegenüberstellungsspielchen würden selbst die in der Klatschpresse und den TV-Magazinen von den Besonderheiten des Adels schwadronierenden „Adelsexperten“ kläglich versagen, die uns jetzt sicher bald sagen werden, ob Prinz Harry nur ein weiterer enterbter Rächer ist oder ob das britische Königshaus tatsächlich ein derart rassistischer Sauhaufen ist.

Joseph von Westphalen, sueddeutsche.de, 12.1.2023 (online)

Zitiert: Woran auch öffentlich-rechtliche Adelsexperten scheitern

Völlig ausgeschlossen, aus einer Gruppe von tausend Normalos die Person mit adeligem Stammbaum herauszufinden. Bei diesem Gegenüberstellungsspielchen würden selbst die in der Klatschpresse und den TV-Magazinen von den Besonderheiten des Adels schwadronierenden „Adelsexperten“ kläglich versagen, die uns jetzt sicher bald sagen werden, ob Prinz Harry nur ein weiterer enterbter Rächer ist oder ob das britische Königshaus tatsächlich ein derart rassistischer Sauhaufen ist.

Joseph von Westphalen, sueddeutsche.de, 12.1.2023 (online)

Zitiert: BILD bietet ideologischen Tendenz-Journalismus

Starke Meinungen scheinen allzu oft wichtiger als sachliche Analyse. Während andere Medienhäuser eine eindeutige politische Positionierung zugunsten differenzierter Sichtweisen aufgaben, habe Julian Reichelt die Bild-Redaktion als eine Art außerparlamentarische Opposition aufgestellt, so Medienforscher Lilienthal. Die landläufige Kategorisierung von Bild als knalligem Boulevard…