Zitiert: Der „Epochenbruch“ als ein Instrument der politischen Rhetorik

Das Hauptproblem besteht heute ja darin, dass viele Herausforderungen oft schrittweise auftreten und damit medial nicht so sichtbar sind. Früher gab es beim Übergang von der Demokratie zur Diktatur oft spektakuläre Bilder: Panzer fuhren in Chile oder Griechenland auf, Politiker wurden erschossen.…

Zitiert: Einordnung feministischer Außenpolitik

Es gibt inzwischen eine Art vorauseilenden Gehorsam gegenüber den Taliban. Eine Frau sagte bei einem Treffen mit der EU: „Wir verstehen die Ideologie der Taliban und wissen, warum sie uns zum Schweigen bringen. Aber wir verstehen nicht, warum die internationale Gemeinschaft dasselbe tut.“ Die Unfähigkeit oder Unwilligkeit der internationalen Gemeinschaft, den Frauen in Afghanistan Gehör zu schenken, ist schockierend und peinlich. Auch Länder mit einer sogenannten feministischen Außenpolitik, darunter Deutschland, verhalten sich nicht feministisch.

Payvand Seyedali, sueddeutsche.de, 03.01.2025 (online)

Zitiert: Verbrannte Wörter – Sprechen wir noch wie die Nazis?

Kulturschaffende, Parteigenossen, Eintopf – diese Wörter wirken harmlos, doch sie haben eine spezielle Vergangenheit. Der Autor Matthias Heine zeigt: Sie wurden geprägt in der Zeit des Nationalsozialismus. […] Es gibt ja eine umfangreiche einschlägige Literatur, die anfängt mit Victor Klemperers „LTI“ und…

Zitate der letzten Woche: Warum der Begriff Asylkritiker falsch ist

„Die Maskerade des ‚Asylkritikers‘ ist der Versuch, Ausländerfeindlichkeit zur legitimen Diskursposition zu erheben (…) Dass der ‚Asylkritiker‘ (…) weitgehend kritiklos in die Berichterstattung eingezogen ist, kann man als kleinen diskursiven Sieg der Rechtsextremen verstehen, und wenn es Folgen aus Pegida gab, so ist das vielleicht eine der gewichtigsten. Die Öffentlichkeit adaptiert mit dem Vokabular auch nicht nur deren Logik, sondern auch die Vorstellung, man müsste einen Dialog über ein im Grundgesetz festgeschriebenes Recht führen.“

 

David Hugendick, Zeitonline, 27.07.2015 Weiterlesen Zitate der letzten Woche: Warum der Begriff Asylkritiker falsch ist