Zitiert: Ableistische Übergriffigkeit

Der zuverlässigste Begleiter von Menschen mit sichtbaren Behinderungen ist die verdruckste Frage nach der Diagnose. Sie wird gestellt von Fremden, von Kollegen, von Personen, die einem neu begegnen. Die Frage mag anteilnehmend erscheinen, tatsächlich ist sie der Inbegriff ableistischer Übergriffigkeit, denn sie drängt die behinderte Person in die Defensive, reduziert sie auf ihren „Makel“, stigmatisiert sie als „anders“, nicht der Norm entsprechend, und macht sie gleichzeitig zur Expertin ihrer eigenen Abnormität und zum Studienobjekt.

Lea Streisand, sueddeutsche.de, 14.10.2026 (online)

Zitiert: Ableistische Narrative und fehlende Barrierefreiheit bei ARD und ZDF

Die Kommentare und Berichte über die Paralympics in Paris haben gezeigt, dass ARD und ZDF beim Thema Behindertensport noch nicht auf Medaillenniveau sind. Wann wird das endlich besser? […] Einzelne Leuchttürme werden die Berichterstattung aber nicht flächendeckend verändern. Daher braucht es eine…