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Zitiert: Wie Politik Autonomie unter Marktmacht erhalten muss

Für Habermas aber war seit jeher klar: Die Tatsache, dass wirtschaftliche Zwänge die Handlungsfähigkeit der Politik beschneiden, darf sich nicht zur Einschränkung der öffentlichen Autonomie ausweiten. In einer Demokratie, die den Namen verdient, müssen die Bürgerinnen und Bürger die Gesetze, unter denen sie leben wollen, selbst bestimmen können – und keine Marktmacht. Und um diese Selbstgesetzgebung heute gegenüber der Macht des globalen Wirtschaftssystems durchzusetzen, braucht es nach Habermas keine nationale „Politik der Krisenvermeidung“, sondern eine gestaltende Politik auf transnationaler Ebene.

Felix Kämper, sueddeutsche.de, 20.06.2019 (online)

Zitiert: Die Justiz muss in der Pöbelhölle Internet für Ordnung sorgen.

„Es ist Zeit für spezielle Internet-Gerichte. … Diese Internet-Gerichtsbarkeit könnte in der Justiz der Vorreiter bei der Digitalisierung sein. Das braucht die Justiz. Und die Gesellschaft braucht eine Justiz, die internetfähig ist. Sie braucht eine Justiz auf der Höhe der Zeit.“

Heribert Prantl, sueddeutsche.de, 22.06.2019 (online)

Zitiert: Der gröbste Verstoß gegen die Objektivität

Der gröbste Verstoß gegen die Objektivität ist es, wichtige Ereignisse totzuschweigen, unliebsame Meldungen zu unterdrücken oder entscheidende Seiten eines Ereignisses auszublenden. Das waren und sind Methoden in autoritären Systemen, in der Demokratie sind sie allerdings auch nicht unbekannt.

(Dietz Schwiesau/Josef Ohler: Die Nachricht. List, S.35)

Zitiert: Wem dient die „Krimiflut“ bei ARD und ZDF

Zwar kann niemand ernsthaft behaupten, dass die Gewaltkriminalität in Deutschland besorgniserregend zunimmt. Eher das Gegenteil trifft zu. Was offensichtlich ansteigt, sind die Ängste, Opfer von Verbrechen zu werden, und sie scheinen Grund genug zu sein, entweder die AfD zu wählen oder zumindest Restriktionen gegen Flüchtlinge und Migranten zu verlangen. Woher kommen diese Ängste? Reale Wahrnehmungen kommen als Auslöser eher nicht infrage. Haben die Leute also vielleicht zu viel ferngesehen?

Frank Zeller: Der tägliche Tod, sueddeutsche.de, 05.01.2019 (online)

Zitiert: LGBTI-Check -Wie divers ist das deutsche Fernsehen?

„Die Lebensrealität von Lesben, Schwulen und Trans kommt so gut wie gar nicht vor“, sagte Verbandssprecher Markus Ulrich in dieser Woche. Neben der Frage nach der allgemeinen Sichtbarkeit gehe es um die Fragen, wann und wie Themen und Personen gezeigt würden. Oft würden entsprechende Formate spätabends gesendet.

Markus Ehrenberg, tagesspiegel.de, 22.06.2019 (online)