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Zitiert: Haben Verlage denn früher ihr Geld vorrangig mit Journalismus verdient?

Die Antwort ist nein: Bis in die 1990er Jahre wurden die deutschen Tageszeitungen zu rund 60 Prozent aus Anzeigenerlösen finanziert. Schon einer der Gründerväter meines Faches, Karl Bücher, schrieb um 1912, dass die Verlage eigentlich nicht im Nachrichtengeschäft tätig seien, sondern genau…

Zitiert: gezielte Kampagnen gegen kritische Journalisten

Immer wieder werden Journalisten von Medien bloßgestellt, die kritisch über den US-Präsidenten berichten. Dahinter steckt laut „New York Times“ eine Kampagne. … Ihr Vorgehen ähnelt dabei dem aggressiver politischer Wahlkampagnen: Sie suchen in alten Social-Media-Äußerungen und anderswo nach kritikwürdigen Aussagen, speichern sie,…

Zitiert: Ein Jahr kann reichen, Gleichberechtigung herzustellen

Bei der BBC brauchte es nur ein Jahr. Ein Jahr und ein freiwilliges 50:50-Projekt, sodass heute in vielen Bereichen der britischen Rundfunkanstalt 50 Prozent Frauen arbeiten und auftreten. Es war eine grundlegende Veränderung, jeden Tag analysierten mehr als 500 Teams der BBC ihr Programm mit dem Ziel, ebenso vielen Frauen wie Männern Platz zu geben, freiwillig. Von den Redaktionen wurde das als Wettbewerb verstanden, wer möglichst gleich viele Reporterinnen und Reporter auftreten ließ – und Protagonisten und Protagonistinnen. …

Anna Steinbauer, sueddeutsche.de, 29.08.2019 (online)

Zitiert: Wie ein journalistischer Fehler einen Domino-Effekt haben kann

Nachrichtenagenturen sehen andere Medienberichte als vertrauenswürdige Quellen an, Agenturkunden wiederum behandelten deren Meldungen als privilegierte Quelle und verbreiten sie in der Regel ohne weitere Prüfung. Das System sei „darauf angelegt, Falschmeldungen zu verbreiten: Von einem Medium gelangen sie über den Umweg über…

Zitiert: Typus, wie man ihn kaum noch trifft

Joachim von Mengershausen gehörte zu einem Typus von Fernsehredakteur, wie man ihn heute kaum noch in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten trifft, der nämlich nicht in deren Betrieb sozialisiert und damit auf ein Befehl-und-Gehorsam der Hierarchie gedrillt wurde, sondern der erst nach gehöriger Berufs- und Lebenspraxis und damit auch der Ausbildung eines Geschmacks in eine Senderredaktion wechselte. Gerade weil Joachim von Mengershausen seinem Filmgeschmack treu blieb und nie auf so etwas wie die Quote achtete, war er mit den von ihm betreuten Filmen und Serien erfolgreich.

Dietrich Leder, medienkorrespondenz.de, 27.01.2020 (online)