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Zitiert: Produzentinnen erreichen mit weniger Förderung anteilig mehr Publikum als Produzenten

Filmproduzentinnen brauchen im Schnitt deutlich weniger Fördergeld als ihre männlichen Kollegen, um mit ihren Filmen Menschen ins Kino locken. Die Zahlen stammen aus einer Untersuchung, die Joachim Huber für den Tagesspiegel ausgewertet hat. Danach werden nur 12 Prozent aller Filme allein von Frauen produziert, hingegen 57 Prozent allein von Männern (der Rest sind Gemeinschaftsproduktionen) – und das, obwohl an den Vergabestellen für die Produktionen mehr Frauen als Männer sitzen.

Joachim Huber, tagesspiegel.de, 05.03.2020 (online)

Zitiert: Es war auch schon einmal einfacher, TV-Entertainer zu sein.

Klaas ging einst – wie übrigens auch Jan Böhmermann – beim Godfather des deutschen TV-Schabernacks Harald Schmidt als dessen Sidekick in die Lehre. Schmidt hat sich nie politisch engagiert. Das erwartete sein Publikum auch nicht von ihm. Dies ist sowohl bei Böhmermann als auch bei Joko und Klaas anders. Ihre vorwiegend noch jungen Fans sind vor allem vom Internet sozialisiert worden, also in höchst unübersichtlichen virtuellen Welten, in denen an jeder Ecke ein Troll lauert. Sie wollen folglich wissen, wo genau ihre Idole, auch politisch, stehen, selbst wenn die lediglich Großmeister des gehobenen Unsinns sind.

Kai-Hinrich Renner, Berliner Zeitung, 06.03.2020 (online)

Zitiert: Kann man Unterhaltungssendungen fälschen?

Vielleicht ist das die Frage dieser Medienwoche: Kann man Unterhaltungssendungen fälschen? Bisher kannte man den Begriff Fake im Zusammenhang mit Journalismus. Aber TV-Unterhaltung, die per se Fiktion ist – wie lässt die sich fälschen? … Warum die Aufregung um die angeblichen Fakes von Joko und Klaas ein riesengroßes Missverständnis ist.

Kai-Hinrich Renner, Berliner Zeitung, 06.03.2020 (online)

Zitiert: Wie Facebook Schaden für sich minimieren will

Facebook wurde so groß, weil die Gesetze, selbst die strengeren in Europa, es nicht schaffen, Tech-Unternehmen in die Schranken zu weisen. Wir sollten sie nicht als Unternehmen angreifen, sondern die Nutzerrechte betonen. Man sollte persönliche Daten nicht einfach weiterverwenden können. … Was sie eigentlich meinen: Wir möchten mit den Behörden zusammenarbeiten und uns selbst regulieren. Das ist reiner Eigennutz. So können sie den Schaden für ihr Geschäftsmodell minimieren.

Steven Levy im Interview mit Nikolaus Freund, sueddeutsche.de, 01.03.2020 (online)