Klick-Tipp: Wie Kanzler Kohl das schnelle Internet ausbremste

Deutschland liegt weltweit auf den letzten Plätzen beim schnellen Internet. Das hätte ganz anders laufen können. Schon Kanzler Helmut Schmidt plante den großen Wurf: Glasfaser für ganz Deutschland. Aber sein Nachfolger Helmut Kohl entschied anders: Statt Glasfaser verlegte er Kupferleitungen. Auch um das Privatfernsehen zu pushen. Die Hoffnung: Das wird freundlicher über ihn berichten als die Öffentlich-Rechtlichen. Und seinem Vertrauten, dem Medienmogul Leo Kirch, hat es auch gehört. Hat Deutschland sein schnelles Internet also aus politischem Kalkül verschlafen? Wie prägen die Entscheidungen aus den 80ern den Glasfaser-Ausbau bis heute?

Glasfaser galt schon in den 1980er Jahren als Zukunftstechnologie, doch der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl setzte auf den Ausbau von Kupferkabeln. Um das Privatfernsehen von Kohl-Freund Leo Kirch voranzutreiben, brauchte es ein flächendeckendes Kabelnetz. Der BR-Podcast „Die Entscheidung“ erzählt in drei Episoden, wie Kohls Entscheidung von damals bis heute das schnelle Internet in Deutschland ausbremst.

ARD Sounds, 12.04.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)