Klick-Tipp: „Rundfunkerinnerungen“ mit dem „Ingenieur der Umbrüche“ Michael Albrecht

Er war Kameramann für die DEFA und das DDR-Fernsehen. In den umwälzenden Veränderungen nach dem Herbst ’89 wurde er gleichsam über Nacht der letzte Intendant des Deutschen Fernsehfunks (DFF). Er leitete den Prozess der Abwicklung des DDR-Staatsfernsehens und bereitete den Weg in ein demokratisches, öffentlich-rechtliches Mediensystem. […]

Nach der Auflösung des DDR-Fernsehens setzte sich Albrechts Wirken beim Aufbau neuer Rundfunkstrukturen fort, unter anderem als Fernsehdirektor beim Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB), zuletzt als Digital-Koordinator bei der ARD. Auf die Frage, was er vielleicht im Rückblick ändern würde, antwortet Albrecht, dass er eigentlich ganz gerne noch ein paar Filme gemacht hätte.

Am Ende bleibt das Bild eines Pragmatikers, der unter extremen Bedingungen versuchte, Ordnung in den Wandel zu bringen – eben ein „Ingenieur der Umbrüche“.

Johannes Unger, Stefanie Raak, Julia Sommer, Historische Kommission der ARD (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)