Wertvolle Worte: Jeder in Journalismus investierte Dollar bringt laut einer Metastudie im Auftrag der DW Akademie, des International Fund for Public Interest Media und der Unesco einen gesellschaftlichen Nutzen von rund 100 Dollar. Die Studie „The Value of Journalism“ sieht einen direkten Zusammenhang zwischen Pressefreiheit und Wirtschaftswachstum. Ein Rückgang der Medienfreiheit senke das reale Bruttoinlandsprodukt um 1 bis 2 %. Ein besserer Zugang zu Nachrichten verringere zudem das Risiko von Bürgerkriegen und Menschenrechtsverletzungen. Die Forschenden stellen auch die positiven Folgen von Medienberichten für die Katastrophen-Hilfe dar: Ein einziger Artikel in der „New York Times“ generiere im Schnitt 500.000 Dollar zusätzliche Hilfsgelder.
Björn Czieslik, turi2.de, 23.06.2026 (online)
Eine der untersuchten Studien über 97 Länder habe gezeigt, dass ein Rückgang der Pressefreiheit mit einem um ein bis zwei Prozent verringerten Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts einhergehe. Freie Medien stärkten die Rechtsstaatlichkeit und machten Länder attraktiver für Investoren. Die Existenz kritischer Medien sorge dafür, dass Verantwortungsträger vorsichtiger und gesetzeskonformer handelten.
Eine andere Studie mit 152 untersuchten Ländern komme zu dem Schluss, dass ein besserer Zugang zu freien Medien mit einem Rückgang von Menschenrechtsverletzungen einhergehe. Wo die Pressefreiheit besser ist, sei das Risiko von Bürgerkriegen und staatlicher Gewalt geringer.
Eine Analyse von rund 2.300 Katastrophen habe laut einer weiteren Studie ergeben, dass Medienberichte internationale humanitäre Hilfe erhöhen.
KNA, evangelische-zeitung.de, 23.06.2026 (online)

