„Künstliche Intelligenz sagt nicht die Zukunft voraus, sondern die Vergangenheit“, sagt Katharina Mosene, Co-Leiterin des Programmbereichs „Wissenschaftskommunikation, Agile Formate und Bibliotheksdienste“ am HBI und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG).
Im BredowCast erläutert Katharina Mosene, warum Künstliche Intelligenz (KI) nicht neutral ist und warum es eine intersektional-feministische Perspektive braucht, um Macht- und Ungleichheitsverhältnisse zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken.
Zentrale Aspekte aus dem Gespräch
KI ist deswegen nicht neutral, weil sie auf historischen Daten basiert und sich hier gesellschaftliche Ausschlüsse und Diskriminierungsmuster der Vergangenheit unweigerlich technisch reproduzieren und verstärken. Zudem spiegeln diese Systeme Stereotype und Vorurteile ihrer meist männlichen und weißen Schöpfer wider.
Eine intersektional-feministische Perspektive ist notwendig, um KI als soziotechnisches Macht- und Herrschaftssystem kritisch zu analysieren. Sie macht sichtbar, dass sich Diskriminierungsdimensionen wie Gender, Race und Class nicht nur addieren, sondern wechselseitig verstärken.
BRC115, 27.08.2026 (online)

