Zitiert: Hörspiel heißt jetzt Podcast

Es werden immer weniger Hörspiele produziert, Studios geschlossen, Sendeplätze gestrichen, Übernahmen und Wiederholungen weitgehend eingestellt und entgegen geltenden Verträgen wird versucht, Honorare zu kürzen. Preise, die manchen Lebenslauf – auch meinen – in eine bessere Richtung gebracht haben, wurden abgeschafft. Nicht einmal Autorenverträge werden mehr von allen Anstalten eingehalten, die Autoren im Netz nicht genannt. Hörspiel heißt jetzt Podcast, wird ästhetisch oft produziert wie in den 50er Jahren, ist gerne mal Gelaber und hat die Logorrhöe.

Andreas Ammer, epd medien, 19.10.2026 (online)

Zitiert: Beitragsservice der Öffentlich-Rechtlichen macht Datenabgleich

Zahlen alle Haushalte in Deutschland wie vorgesehen den Rundfunkbeitrag? Um das zu prüfen, gleichen Einwohnermeldeämter und Beitragsservice Daten ab. Anfang November startet der vierte Meldedatenabgleich zum Rundfunkbeitrag. Dann übermitteln die Einwohnermeldeämter wieder Daten an den Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio. Ziel sei…

Zitiert: Kinder und Jugendliche sind Erwachsenen in Sachen Nutzererfahrung weit voraus

Dazu kommt ein Phänomen, über das wir noch nicht gesprochen haben. Die Kinder und Jugendlichen sind uns in Sachen Nutzererfahrung – und Nutzerintuition – weit voraus. Jede Familie kennt das: Die Kinder werden gerufen, um zu erklären, wie man die neue Gerätegeneration…

Zitiert: Das Hörspiel wird übersteuert

Und damit bin ich bei der weitaus größten, der politischen Gefahr, dem politischen Übersteuern, dem politischen „Clipping“, das die oberen und unteren Ausschläge der Audiokunst inhaltlich und künstlerisch abschneidet und nur noch leicht verständliche Mitteltöne zulässt. Diese gesellschaftliche „Übersteuerung“ betrifft das künstlerische…

Zitiert: Ableistische Übergriffigkeit

Der zuverlässigste Begleiter von Menschen mit sichtbaren Behinderungen ist die verdruckste Frage nach der Diagnose. Sie wird gestellt von Fremden, von Kollegen, von Personen, die einem neu begegnen. Die Frage mag anteilnehmend erscheinen, tatsächlich ist sie der Inbegriff ableistischer Übergriffigkeit, denn sie drängt die behinderte Person in die Defensive, reduziert sie auf ihren „Makel“, stigmatisiert sie als „anders“, nicht der Norm entsprechend, und macht sie gleichzeitig zur Expertin ihrer eigenen Abnormität und zum Studienobjekt.

Lea Streisand, sueddeutsche.de, 14.10.2026 (online)