Zitat: Jugendkanal muss in „sinnvolle Strategie des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“ eingebettet werden

 

Dieter Leder: „Die Medienpolitiker in den Staatskanzleien hingegen, die mal einen Jugendkanal wollen und mal wieder nicht, sollten sich endlich auf eine sinnvolle Strategie des öffentlich-rechtlichen Rundfunks verständigen. Eine solche Strategie müsste Antworten finden auf Fragen, wie es denn mit den digitalen Fernsehkanälen von ARD und ZDF, ihren diversen Internetangeboten inklusive, der nur als Blödsinn zu bezeichnenden Sieben-Tage-Regelung für Sendungen im öffentlich-rechtlichen Online-Angebot, den unzähligen Hörfunkkanälen der ARD-Anstalten, dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag wie der Regulierung des Internets (Stichwort Netzpolitik) weitergehen soll. Doch solche strategischen Überlegungen scheint es nicht zu geben. Stattdessen wabern wahllos und wie zufällig individuelle Ideen durch den politischen Raum, die mal den jeweiligen Landessender profilieren sollen – wie der Jugendkanal den SWR –, mal den Profilierungselan von Intendanten wie von Thomas Bellut einhegen sollen, mal nur das öffentlich-rechtliche Projekt insgesamt zugunsten der privaten Sender schwächen sollen.“

 

Funkkorrespondenz 45/2013, S. 7

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Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)