Zitiert: Wie ein journalistischer Fehler einen Domino-Effekt haben kann

Nachrichtenagenturen sehen andere Medienberichte als vertrauenswürdige Quellen an, Agenturkunden wiederum behandelten deren Meldungen als privilegierte Quelle und verbreiten sie in der Regel ohne weitere Prüfung. Das System sei “darauf angelegt, Falschmeldungen zu verbreiten: Von einem Medium gelangen sie über den Umweg über Agenturen in alle Medien, weil an jeder Stelle in diesem Prozess die Annahme gilt, dass die Quelle vertrauenswürdig ist.”

Verstärkt werde das noch weiter durch Zentralredaktionen (in diesem Fall Funke), die den Mantel für verschiedenste Titel liefern.

Es fehlen gewissermaßen die Sicherheitslücken, wie die, die beim Domino verhindern, dass bei einem Bau-Fehler gleich Tausende Steine umfallen, statt nur ein paar vereinzelte. Das ist ein Punkt, der erstaunlich selten von Presserat und Journalistenorganisationen thematisiert wird. Dabei würden sich hier tatsächlich mal Richtlinien anbieten. Auch für eine medienübergreifende Hinweis-Kultur für Fehler unter Kolleg:innen ….

Nora Frerichmann, MDR-Altpapier, 26. Juni 2019 (online)

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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)