Jugendkanal

ZDF-Intendant Thomas Bellut zum Jugendkanal

Im Dezember 2012: „Ich habe zugestimmt, mit der ARD konstruktive Gespräche über einen gemeinsamen Jugendkanal aufzunehmen. Noch gibt es dafür kein ausgearbeitetes Konzept. Das ist allerdings zwingend erforderlich, die Ziele müssen klar beschrieben werden. Wenn es uns gelingen würde, ein solches Angebot erfolgreich am Markt zu platzieren, dann läge darin eine Chance für ARD und ZDF, die eigene Markenwelt wieder stärker in die junge Generation hinein zu transportieren. Auch für die Gesellschaft wäre es ein Vorteil, wenn in Ergänzung zum öffentlich-rechtlichen Angebot für Kinder, dem KiKA, ein junger öffentlich-rechtlicher Kanal den Qualitätswettbewerb um die jungen Zuschauer anheizen würde. …

Wenn es allen Beteiligten wirklich darum geht, die Jugend in ihrer Breite zu erreichen, dann hat das erhebliche Auswirkungen auf die Machart und die Inhalte der Programme. Weder die ARD noch wir verfügen über ausreichend geeignete Sendungen aus den bestehenden Programmen, um so etwas aus dem Stand an den Start zu bringen. Da ist also noch viel zu tun.“

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ARD-ZDF-Jugendkanal: Auf wackligen Füßen

 

Als der NDR Rundfunkrat und Verwaltungsrat sich in einer Presseerklärung für einen gemeinsamen Jugendkanal von ARD und ZDF aussprachen, war es schon zu spät. SpOn hatte schon gemeldet, dass die Ministerpräsidenten den Jugendkanal gestoppt hatten. Zumindest bei der ARD waren einige enttäuscht. Verwies Lutz Mamor doch darauf, dass man „unter hohem Zeitdruck ein gemeinsames Finanz- und Programmkonzept für einen jungen Kanal erstellt“ hatte.

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Sachsen-Anhalt gegen Jugendkanal, aber für crossmediales Jugendangebot

 

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), die auch Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder ist, hat Ende Mai den Intendanten der ARD in Mainz ihre Pläne für eine Neuordnung der Spartenfernsehkanäle von ARD und ZDF vorgestellt. Mitte August präsentierte mit Julia Klöckner die CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag von Rheinland-Pfalz und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Medien der Fraktionsvorsitzendenkonferenz der CDU/CSU ihre Ideen in der FAZ. Weiterlesen

Was kostet ein Jugendkanal?

Nun, es werden immer wieder verschiedene Zahlen genannt. Festzustellen ist, dass der Bedarf immer geringer zu werden scheint. Oder besser beschrieben: Über die Jahre hinweg glaubt man bei der ARD mit immer weniger Geld auskommen zu können.

 

 

Der frühere MDR-Intendant Udo Reiter sprach im Jahre 2008 noch davon, dass man mindestens 300 Mio. Euro brauchen würde. (Zum Vergleich: Das ERSTE hat einen Etat von über 1,6 Mrd. Euro. Der Kinderkanal liegt derzeit bei ca. 85 Mio. Euro.)

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Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)