Einstellung des Fachblatts „Funkkorrespondenz“ ist vorerst vom Tisch

 

Das ist eine gute Nachricht, da Ende Februar publik wurde, dass die deutschen Bischöfe eine Einstellung des Fachdienstes erwägen. (Die „Funkkorrespondenz“ wird von der katholischen Kirche finanziert.) Allerdings verwundert es einen schon, wie diese gute Nachricht verbreitet wurde. Die Katholische Nachrichtenagentur (KNA) meldete am 23. April 2013 um 10.13 Uhr:

„Der renommierte Medienfachdienst „Funkkorrespondenz“ bleibt bestehen. Die katholischen Bischöfe Deutschlands beschlossen bei ihrem Ständigen Rat in Würzburg, dass die seit sechs Jahrzehnten bestehende Fachpublikation fortgeführt wird. Das teilte der Pressesprecher der Bischofskonferenz, Matthias Kopp, auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Bonn mit. Insbesondere habe der Ständige Rat das medienethische, medienpädagogische und medienpolitische Engagement der Funkkorrespondenz gewürdigt.“

 

 

Nur einige Stunden später, um 15.30 Uhr, meldete sich die Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), Dagmar Reim. Sie begrüßte die Entscheidung folgendermaßen: „Ein wichtiges Medium für die kritische Begleitung unserer Zunft bleibt bestehen. Das ist eine gute Nachricht für alle Medienschaffenden, die aus ihrer Branche zuletzt oft Hiobsbotschaften hören mussten. Beharrlichkeit, sachliche Recherche und journalistische Neugier zeichnen die „Funkkorrespondenz“ aus, es ist gut, ihre Existenz gesichert zu wissen.“

 

Dr. Claudia Nothelle ist nicht nur rbb-Programmdirektorin. Sie ist auch Aufsichtsratsvorsitzende des ifp, des Instituts zur Förderung publizistischen Nachwuchses in München, das auch von der Katholische Kirche finanziert wird. Sie erklärte gestern: „Unser neuer journalistischer Direktor ist eine Bereicherung für das ifp. Ich schätze Bernhard Remmers als engagierten katholischen Journalisten, der seinen Beruf auf Grundlage seines Glaubens ausübt und gerade bei schwierigen Fragen die Auseinandersetzung nicht scheut.“

Bestätigt wurde Bernhard Remmers vom Ständigen Rat der Deutschen Bischofskonferenz. Ausgewählt hatte ihn der Aufsichtsrats des ifp.

 

War dies Zufall oder ist das Arbeitsteilung? Zwei Protagonisten des RBB verkünden bzw. positionieren sich zu zwei Nachrichten der Deutschen Bischofskonferenz.

 

 

Kommentar verfassen

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
"Die aktuelle Höhe des Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro entspricht längst nicht mehr dem realen Aufwand", sagte der BR-Rundfunkratsvorsitzende Lorenz Wolf. "Legt man die derzeitige Rücklagenentnahme auf die Höhe des monatlichen Beitrags um, dann werden heute real 18,35 Euro verausgabt. Diese Rücklage wird bis 2020 gänzlich erschöpft sein. Mit 17,50 Euro wäre der vorgelegte Wirtschaftsplan 2019 nicht realisierbar." Dwdl.de, 06.12.2018 Weiterlesen    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)